Silvesterböller

Silvesterböller

Silvestergeschichte zum Schmunzeln

Titel + Illustration Silvesterfeuer hinter Fensterscheibe, Hund und Katze schmiegen sich verängstigt aneinanderDieser Lärm heute Nacht ist doch sehr störend für Dackeldame Loona und Kater DaVinci

Loona, die kleine Dackeldame, wird durch laute Silvesterböller aus dem Schlaf gerissen. Gemeinsam mit Kater DaVinci erlebt sie eine turbulente Nacht voller Angst, Mut und einer ganz eigenen Idee, den Lärm auszunutzen. Eine heitere Silvestergeschichte zum Vorlesen und Schmunzeln.
Mit Kurzfassung in einfacher Sprache und Fragerunde.

 

Silvesterböller

Loona, die Dackeldame, hatte gerade so schön geschlafen, als ein dumpfer Knall sie aus ihren Träumen riss. Gleich darauf folgte ein zweiter und danach unzählige weitere.
Loona zitterte vor Angst. Ganz alleine saß sie im Wohnzimmer.
Wo steckten nur ihre Menschen? Vorhin waren sie doch noch hier im Zimmer gewesen und Frauchen hatte  drüben in der Küche mit Geschirr geklappert! Es war ein Klappern, das sich nicht zum Betteln lohnte. Deshalb hatte sich Loona gemütlich neben dem Kaminofen zusammengerollt, um im Traum mit Kater DaVinci zu toben.
Ach, war das schön gewesen, doch nun war es vorbei mit der Ruhe. Vorsichtig schlich Loona durch die Wohnung auf der Suche nach einem Beschützer. Da! Schon wieder knallte es! Hilfe! Mit einem Sprung rettete sie sich in die Zimmerecke hinter den großen Omasessel. Hier konnte sie kein Feind fangen, selbst wenn er noch so laut donnerte.
Ganz still saß sie da, wagte kaum zu atmen. Ihre Öhrchen hatte sie aufgestellt, um nicht zu verpassen, wenn einer ihrer Menschen herein kommen würde. Als es wieder knallte, dachte Loona, ihr letztes Stündchen habe geschlagen, denn mit einer unheimlich Wucht flog etwas hinter den Sessel und landete auf ihrem Rücken. DaVinci!
„Was … was machst du da?“, stammelte Loona.
„Das wollte ich gerade dich fragen“, raunzte der Freund zurück. „Macht dich der Lärm etwa bange und du musst dich verstecken? Ha! Da haben wir es mal wieder: Hunde, die bellen, beißen nicht. Du Angsthase! Pardon, du Angsthund, du!“
Loona ärgerte sich nun. Dieser blöde Kater! Sie hatte doch keine Angst, vorm Knallen nicht und vor DaVinci schon gar nicht.
„Angeber!“, schimpfte sie. „Vor lauter Angst bist du mir gerade in den Nacken gesprungen. Ha!“
„Angst? Ich? Niemals. Nein. In geheimer Mission bin ich unterwegs. Jawohl.“
DaVinci hatte sich aufgesetzt und blickte Loona an.
„Dieser Knallpengdingsbummslärm kann uns beiden nämlich durchaus zugute kommen. Unsere Menschen sind gerade etwas abgelenkt von uns.“
Abgelenkt? Das klang spannend, Loona roch den Braten sofort.
„Du meinst …?“, flüsterte sie.
„Ja, ich meine, dass sich da doch sicher etwas Leckeres zum Naschen finden lässt. Komm, wir stürmen das Buffet!“
Gute Idee. Eilig tappte Loona ihrem Katerfreund hinterher in die Küche zu dem Tisch hinüber, wo all die feinen Leckereien darauf warteten, aufgegessen zu werden. Noch drei Schritte, noch zwei, noch einen … und wusch … erklang ein mächtig lauter Donnerschlag.
Da bedurfte es keiner Worte. Wie kleine Kugelblitze sausten Loona und DaVinci hinter Omas Sessel zurück und dort blieben sie dann auch sitzen, bis das Spektakel vorbei war. Dass sie trotzdem jeder ein leckeres Häppchen vom Buffett ergatterten, war dem Mitleid eines Gastes zu verdanken, der ein Herz für Tiere hatte. Na bitte! Geht doch!

© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

Illustration Silvesterfeuer hinter Fensterscheibe, Hund und Katze schmiegen sich verängstigt aneinander

 

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Kurzfassung

Silvesterböller

Kurzfassung in einfacher Sprache

Loona, die kleine Dackeldame, schläft friedlich vor dem Kamin.
Plötzlich wird sie durch einen lauten Knall geweckt. Dann folgt ein zweiter … und viele weitere.
Loona bekommt Angst. Ihre Menschen sind gerade nicht im Zimmer, also versteckt sie sich hinter dem großen Omasessel.
Da springt plötzlich etwas auf ihren Rücken:
Kater DaVinci!
Er tut so, als sei er mutig und gar nicht erschrocken, aber doch hat er sich genauso gefürchtet.
DaVinci behauptet nun, er sei „in geheimer Mission“ unterwegs.
Der große Silvesterlärm lenke die Menschen ab. Das nun sei eine gute Gelegenheit, heimlich etwas Leckeres vom Buffet zu stibitzen!
Loona findet die Idee gut, und beide schleichen zur Küche.
Gerade als sie fast am Tisch mit den Leckereien sind, gibt es wieder einen gewaltigen Knall.
Beide fliehen sofort zurück hinter den Sessel , ein sicherer Platz für Angsthasen und „Angstkater“.
Zum Glück hat ein Gast ein Herz für Tiere. Er bringt ihnen später doch noch ein kleines Häppchen.
So endet der laute Silvesterabend für Loona und DaVinci doch noch mit einem leckeren Häppchen.

© Elke Bräunling

 

Fragerunde zur Geschichte

1 Warum erschrickt Loona so sehr?
2 Wo sucht sie Schutz, als der Lärm immer lauter wird?
3 Wie reagiert Kater DaVinci und warum ist das ein bisschen lustig?
4 Was meint DaVinci mit seiner „geheimen Mission“?
5 Warum trauen sich die beiden nicht ans Buffet?
6 Wovor haben Tiere an Silvester oft Angst?
7 Was hilft Loona und DaVinci am Ende doch noch zu einem leckeren Häppchen?
8 Haben Sie selbst Haustiere gehabt, die sich vor Silvesterlärm fürchteten?
9 Was kann man tun, um Tiere in solchen Nächten zu beruhigen?
10 Welche lustigen oder schönen Silvestererlebnisse erinnern Sie noch?

 

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