Februarstimmungen

Februarstimmungen

Gedicht vom Monat Februar und seinen Launen

Titel + Illustration Februar in Männergestalt in einer tristen Februarlandschaft„Wie fühlt sich der Februar für dich an – eher müde, wartend oder voller leiser Hoffnung?“

Der Februar ist ein Monat des Dazwischen.
Der Winter hält noch fest, der Frühling zögert, und alles scheint ein wenig unausgeglichen.
Dieses Gedicht fängt die kleinen Launen, das Warten und die leise Ironie dieser Zeit ein.

 

 

Februarstimmungen

Ein kalter Wind streift übers Land.
Dem Frühling schaudert’s, ihm ist kühl.
Er ahnt, er sollt’ noch etwas warten,
so hat er’s im Gefühl.

Den Hund jagt keiner vor die Tür,
der Winterschlaf hält weiter an,
die Katze möchte Missmut zeigen,
doch keiner schert sich dran.

Die Spatzen sind auch nicht erfreut.
Das Warten stört sie ungemein.
In ihrem Blut spür’n sie ein Rauschen.
Es sollt’ bald Hochzeit sein.

Der Mensch legt sich noch einmal hin.
Er achtet g’rad sehr aufs Gewicht
und würd’ doch gern im Honig baden.
Wer schläft, der sündigt nicht.

Ein Narr streift suchend durch das Land
nach and’ren, die, verrückt wie er,
der Zeit die lange Nase zeigen.
Ihm fällt das auch nicht schwer.

Die Laune könnte besser sein,
die Stimmung, die ist ringsum lau.
Der Monat ist nur schwer zu mögen,
auch sein Humor ist flau.

© Elke Bräunling

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Illustration Februar in Männergestalt in einer tristen Februarlandschaft

 

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