Januar, der Neue

Januar, der Neue

Gedicht zum Wintermonat Januar

Titel + Illustration - alte Dame mit Tasse in den Händen steht am Fenster und blickt in den frostigen Tag hinaus„Kein Monat zeigt so schonungslos, wie ein Neubeginn sich anfühlt.“

Ein Wintergedicht über den Januar, seinen kühlen Glanz, sein hartes Licht und die stille Einsamkeit, die in ihm wohnt. Eine lyrische Betrachtung des Monats, die ehrlich benennt, wie schwer Neuanfang manchmal sein kann.

 

Januar, der Neue

Du bist der Neue, kühl und klar,
und neu, das ist nun auch das Jahr,
das seinen Weg nimmt durch die Zeit
in ewiger Beständigkeit.

Dein Antlitz, das ist rein und weiß,
so wie dein Job in Schnee und Eis,
doch deine Nähe stimmt uns kalt,
manch einer fühlt sich müd’ und alt.

Du protzt mit deiner Jugend, doch
wirfst achtlos manchen du ins Loch
müder Verzweiflung, Depression.
Dein Glanz klirrt hart in seinem Ton.

Ein Blender bist du, wenn du strahlst
und für uns Winterbilder malst,
die doch nur Träume, Gaukelei,
im fahlen frost’gen Einerlei.

Dich ehrlich lieben fällt uns schwer.
Und lockst du uns auch noch so sehr,
bist eines du nur: kühl und still,
weil dir das fehlt, was wärmen will.

© Elke Bräunling

Welche Gefühle weckt der Januar bei dir persönlich?
Schreibe es gerne unten in die Kommentare.

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Illustration - alte Dame mit Tasse in den Händen steht am Fenster und blickt in den frostigen Tag hinaus

 

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