Das Glück mit dem Namen
Das Glück mit dem Namen
Fröhliche Geschichte für Senioren
Von Lebenseinstellungen und Launen
„Manchmal steckt das Glück schon im Namen.“
Eine humorvolle Geschichte über das Glück und die Launen des Lebens:
Ein mürrischer Mann, eine fröhliche Frau und ein Name, der alles verändert.
Herzerwärmend, augenzwinkernd und perfekt zum Vorlesen für Seniorengruppen – mit Kurzfassung und Fragerunde zur Erinnerung.
Das Glück mit dem Namen
„Das Glück glückt nicht jedem und das ist gut so.“
Der Mann mit der finsteren Miene nickte und für einen Moment ließen die Züge seines griesgrämigen Gesichtes fast so etwas wie Fröhlichkeit erkennen.
„Ich hasse es, dieses Glück!“
Er stampfte bekräftigend mit dem Fuß auf und all sein Groll nahm von seinen Gesichtszügen nun wieder Besitz.
„Also ich gönne es ja jedem, dieses Glück. Es ist doch etwas Wunderbares und mitnichten etwas Schlechtes!“, mischte sich die ältere Dame, die im Wartezimmer des Arztes gerade noch in einem Magazin geblättert hatte, in die Unterhaltung der beiden Männer ein.
„Pah!“ Der Griesgram schnaubte auf, lachte.
„Glück macht das Leben heller. Alleine der Glaube daran hilft mir oft sehr“, sagte ein junges Mädchen versonnen. „Selbst wenn viele sagen, das Glück sei nichts weiter als eine Zufallssache.“
Die Sprechstundenhilfe betrat das Wartezimmer.
„Frau Fröhlich, Sie sind die nächste!“ Die ältere Dame stand auf, und der griesgrämige Alte bellte heiser auf:
„Das ist ja wohl kein Zufall, Fröhlich heißen und an das Glück glauben, das passt!“
Die Leute im Wartezimmer lachten und auch die alte Dame musste grinsen.
„Meinen Namen habe ich mir nicht ausgesucht“, erwiderte sie dann. „Wohl aber meine Einstellung zum Leben.“ Sie stutzte, grinste wieder. „Und Sie? Wie lautet Ihr Name?“
Der Alte wurde blass, er stotterte:
„Äh, ich, ich heiße … ach, das tut doch hier nichts zur Sache!“ Verärgert schwieg er.
Frau Fröhlich folgte der Sprechstundenhilfe und im Wartezimmer hing jeder wieder seinen eigenen Gedanken nach.
Sicher heißt er Griesgram!, dachte das junge Mädchen. Es lächelte bei dem Gedanken.
Nach einer Weile öffnete sich die Tür des Wartezimmers wieder, die Sprechstundenhilfe rief den nächsten Patienten auf. Gebannt starrten alle sie an.
„Sie sind der Nächste, Herr …“ Sie musterte den Griesgram und grinste. „Herr Lustig!“
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
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Kurzfassung
Das Glück mit den Namen
Geschichte in einfacher Sprache
Im Wartezimmer sitzen mehrere Menschen.
Ein älterer Mann schimpft über das Glück.
„Das Glück ist nichts für mich“, sagt er.
Da antwortet eine ältere Dame, die an das Glück glaubt.
„Ich heiße Fröhlich, und ich glaube an das Glück.“
Der Mann lacht und fragt griesgrämig:
„Sie heißen Fröhlich und glauben an das Glück? Das passt! Hahaha!“
Alle Leute im Wartezimmer lachen nun.
Auch die alte Dame muss grinsen.
„Meinen Namen habe ich mir nicht ausgesucht“, antwortet sie. „Wohl aber meine Freude am Leben.“
Sie lächelt und fragt: „Wie ist denn ihr Name?“
Der Mann schweigt. Seinen Namen will er nicht verraten.
Später wird er selbst aufgerufen.
Die Sprechstundenhilfe schaut ihn an und sagt:
„Herr Lustig! Sie sind der Nächste!“
Herr Lustig? Wie lustig!
Ein Griesgram trägt den Namen Lustig.
Wie das Leben doch spielt.
Alle lachen, und die Stimmung im Wartezimmer ist gleich besser.
© Elke Bräunling
🍀 Fragerunde:
Diese Geschichte spielt auf Lebenseinstellungen und Launen an. Deshalb könnten folgende Fragen zur Reflexion und Erinnerung anregen:
1. Wie gehen Sie mit „dem Glück“ im Leben um?
Glauben Sie, dass Glück Zufall ist oder etwas, das man beeinflussen kann?
2. Erinnern Sie sich an Zeiten, in denen Sie das Glück nicht so recht finden konnten?
Wie haben Sie diese Zeiten durchgestanden?
3. Wie heißt Ihr „Glück“?
Gibt es einen Namen, den Sie dem Glück geben würden, oder nennen Sie es einfach Glück?
4. Wenn Ihr Name mit einer Eigenschaft verbunden wäre, welche wäre das?
Fröhlich, Lustig, oder etwas anderes?
5. Gab es in Ihrem Leben Momente, in denen Sie im Unglück dennoch ihr Lachen finden konnten?
Haben Sie eine lustige Erinnerung, die Sie mit anderen teilen möchten?
6. Was für eine Einstellung zum Leben haben Sie?
Sehen Sie die Welt eher positiv oder pessimistisch?
7. Haben Sie schon einmal über den Einfluss des Namens auf das Leben nachgedacht?
Würden Sie gerne einen anderen Namen haben?
8. Was bedeutet „Fröhlich sein“ für Sie?
Wie tragen Sie dazu bei, Fröhlichkeit zu verbreiten?
9. Glauben Sie, dass Humor die Stimmung heben kann?
Haben Sie ein Lieblingswitz oder eine lustige Geschichte, die immer wieder aufkommt?
10. Wie gehen Sie mit Menschen um, die das Leben eher negativ sehen?
Wie helfen Sie ihnen, wieder fröhlicher zu werden?



Da sieht man mal wieder, nomen ist nicht immer omen. 😉
Ein Glück! 😉
Lieber Gruß zu dir