Raunacht

Raunacht

Gedicht zu den Raunächten

Titel + Illustration Winternacht im Wald, über den Wipeln reitet schemenhaft das Wilde Heer„In den Nächten zwischen den Jahren atmet die Welt anders. Wer lauscht, kann sie hören.“

Man sagt, in den Raunächten atmet die Zeit anders. Zwischen den Jahren, wenn Stille und Kälte die Welt umhüllen, öffnen sich Türen, von denen man nicht wusste, dass sie existieren. Dieses Gedicht lädt ein, die leise Gänsehaut dieser geheimnisvollen Nächte zu spüren und vielleicht ein uraltes Flüstern aus einer anderen Welt zu hören.

 

 

Raunacht

Rau sind die Nächte,
verwunschen die Zeit.
Das Heer, das wilde,
es ist nicht mehr weit.

Hörst du? Ein Brausen.
Ein Zischen. Ein Schrei.
Die Schar der Geister,
sie poltert herbei.

Verwischt sind die Grenzen
der Welten. Hab Acht!
Das Tor zum Andern
steht offen bei Nacht.

© Elke Bräunling

Illustration Winternacht im Wald, über den Wipeln reitet schemenhaft das Wilde Heer

Raunacht, ein kurzes Gedicht über die geheimnisvolle Zeit der Raunächte. Zwischen den Jahren verschwimmen die Grenzen der Welten, und alte Sagen von Geistern und der wilden Jagd erwachen.

Die Raunacht findest du auch hier in diesen Gedichten
🌬️ Raue Nächte
🌑 Raue Nächte, wilde Zeiten

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