Pia schickt Opa in den April

Pia schickt Opa in den April

Lustige Familiengeschichte


Titel + Illustration Mädchen steht vor dem Kalender und Opa sitzt schmunzelnd danebenMan kann Opa nur schwer auf den Arm nehmen. Der aber ist gar nicht so leicht hereinzulegen und am Ende kommt alles ganz anders als gedacht.
Diese Geschichte eignet sich besonders gut zum Vorlesen, Schmunzeln und Erinnern an eigene Aprilscherze, geeignet für Kinder im Grundschulalter, gemeinsames Vorlesen in Familien, Gesprächsrunden mit Senioren und Schul- oder Gruppenstunden rund um den 1. April und Aprilscherze. Durch die Kurzfassungen und die Fragerunde lässt sich der Text gut in Seniorengruppen oder in der Biografiearbeit einsetzen.

 

Inhalt
Pia schickt Opa in den April
Kurzfassung
Sehr einfache Kurzfassung
Fragerunde zur Geschichte
Kleine Mitmachideen
Aprilscherze – kleine Streiche mit Tradition
Aprilscherze in Schule und Kindheit

 

 

Pia schickt Opa in den April

Pia schickt Opa in den April
Pia stürmt in Opas Zimmer. Sie ist ganz aufgeregt.
“Opa“, ruft sie. „Weißt du, was für ein Tag heute ist?”
“Was für ein Tag soll schon sein?”, brummt Opa und er sieht Pia mit einem Muffelgesicht an.
“Ein ganz besonderer Tag”, sagt Pia.
Opa blickt aus dem Fenster. “Ein Schlechtwettertag”, meckert er.
“Sonst nichts?” Pia lässt nicht locker, doch Opa ist heute ein Brummbär. Bestimmt hat er vergessen, dass heute der erste April ist.
“Opa”, sagt sie. “Du hast ein Loch in der Hose.”
“Hab ich schon gesehen”, murrt Opa, obwohl da gar kein Loch ist. “Aber ich habe heute keine Lust zum Stopfen.”
“Hast du auch gesehen, dass du eine blaue und eine grüne Socke anhast?”, versucht es Pia.
“Die ziehe ich immer an, wenn ich schlecht gelaunt bin”, brummt Opa.
“Und weißt du schon, dass Mama heute keine Lust zum Kochen hat?”
“Und ich hab heute keine Lust zum Essen.”
Pia seufzt. Ein schwerer Fall. Krampfhaft überlegt sie, wie sie Opa in den April schicken könnte. Vielleicht mit Tante Erna? Die kann Opa nicht ausstehen.
“Nachher kommt Tante Erna zu Besuch”, sagt Pia.
“Ich habe sie ja auch extra eingeladen”, knottert Opa.
Pia ist enttäuscht. “Du bist gemein”, ruft sie. “Du weißt, was heute für ein Tag ist.”
“Der zweiunddreißigste März”, sagt Opa. “Was denn sonst?”
Pia lacht. “Haha! Den gibt es gar nicht.”
„So?”, fragt Opa. “Und warum bin ich dann heute so schlecht gelaunt?”
Pia schüttelt ratlos den Kopf. “Ich weiß es nicht.”
“Am zweiunddreißigsten März bin ich immer schlecht gelaunt. Darum!”, antwortet Opa.
Pia zögert. Opa hat sich noch nie geirrt! Sie geht zum Kalender und beginnt zu zählen:
“Erster März, zweiter März, dritter März, vierter, fünfter …!”
Pia zählt und zählt. Bis zum einunddreißigsten März. Mehr geht nicht.
Sie runzelt die Stirn. Dann reißt sie die Kalenderseite ab und hält sie Opa unter die Nase.
“Siehst du”, erklärt sie eifrig. “Den zweiunddreißigsten März gibt es gar nicht.”
Opa lehnt sich zurück. Langsam beginnt er zu grinsen.
„Doch“, sagt er. „Heute.“
Pia blinzelt und Opa ruft lachend:
“Hereingelegt! April, April…!”

© Elke Bräunling

Illustration Mädchen steht vor dem Kalender und Opa sitzt schmunzelnd daneben

 

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Hier erzählt dir Marc Schröder die Geschichte. Viel Spaß!

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Kurzfassung

Pia schickt Opa in den April

Kurzfassung in einfacher Sprache

Pia stürmt in Opas Zimmer.
„Opa“, ruft sie aufgeregt. „Weißt du, was für ein Tag heute ist?“
Opa schaut mürrisch aus dem Fenster.
„Ein grauer Tag“, brummt er. „Mehr nicht.“
Pia gibt nicht auf.
„Opa, du hast ein Loch in der Hose!“
„Hab ich schon gesehen“, murrt Opa. „Aber ich habe heute keine Lust zum Stopfen.“
„Und du hast eine blaue und eine grüne Socke an!“
„Die ziehe ich immer an, wenn ich schlecht gelaunt bin.“
Pia seufzt. Opa ist heute wirklich ein schwieriger Fall.
Dabei möchte sie ihn doch nur in den April schicken.
Sie überlegt kurz.
„Nachher kommt Tante Erna zu Besuch“, sagt sie.
Opa zuckt mit den Schultern.
„Die habe ich selbst eingeladen.“
Pia schaut ihn enttäuscht an.
„Du bist gemein. Du weißt genau, was heute für ein Tag ist.“
Opa nickt langsam.
„Natürlich“, sagt er. „Heute ist der zweiunddreißigste März.“
Pia lacht.
„Den gibt es gar nicht!“
Sie läuft zum Kalender und beginnt zu zählen.
“Erster März, zweiter März, dritter März, vierter, fünfter …!”
Sie zählt bis zum einunddreißigsten März.
Weiter geht es nicht.
Schnell reißt sie die Kalenderseite ab und zeigt sie Opa.
„Siehst du! Den zweiunddreißigsten März gibt es nicht.“
Opa lehnt sich zurück und grinst.
Dann lacht er laut.
„Hereingelegt! April, April!“

© Elke Bräunling

 

Einfache Kurzfassung

Pia schickt Opa in den April

Sehr einfache kurze Fassung
Pia stürmt in Opas Zimmer.
„Opa“, ruft sie. „Weißt du, was heute für ein Tag ist?“
Opa brummt nur. Heute ist er schlecht gelaunt.
Pia versucht alles.
Sie erzählt von einem Loch in seiner Hose, von zwei verschiedenen Socken und sogar von Tante Erna, die zu Besuch kommen soll.
Doch Opa lässt sich nicht täuschen.
„Heute ist der zweiunddreißigste März“, sagt er schließlich.
„Den gibt es doch gar nicht!“, ruft Pia. „Warte!“
Sie zählt alle Tage im Kalender nach.
Bis zum einunddreißigsten März.
Dann schaut sie Opa an.
Der grinst.
„April, April!“

© Elke Bräunling

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Fragerunde zur Geschichte

Pia schickt Opa in den April

Zum Erinnern an Aprilscherze
1 Kennen Sie den Brauch, jemanden in den April zu schicken?
2 Haben Sie früher selbst einmal jemanden in den April geschickt?
3 Können Sie sich an einen besonders lustigen Aprilscherz erinnern?
4 Wer hat bei Ihnen früher die besten Streiche gemacht: Kinder oder Erwachsene?
5 Haben Sie selbst einmal einen Aprilscherz erlebt, auf den Sie hereingefallen sind?

Über Humor im Alltag
6 Lachen Sie gern über kleine Streiche und Scherze?
7 Finden Sie, dass Humor im Alltag wichtig ist?
8 Wer war in Ihrer Familie früher der größte Spaßmacher?
9 Gab es Menschen, die immer gute Laune verbreitet haben?
10 Erinnern Sie sich an eine Situation, über die alle gemeinsam lachen mussten?

Über Großeltern und Enkel
11 Haben Sie selbst Enkel oder Kinder, die Ihnen gern Streiche spielen?
12 Haben Ihre Enkel Sie schon einmal überrascht oder hereingelegt?
13 Spielen Sie manchmal kleine Scherze mit Kindern oder Enkeln?
14 Was macht Ihnen besonders Freude im Zusammensein mit Kindern?

Über Kalender und alte Redensarten
15 Kennen Sie noch andere lustige Sprüche oder Redensarten aus Ihrer Kindheit?
16 Gab es früher Tage oder Bräuche, auf die man sich besonders gefreut hat?
17 Haben Sie als Kind auch manchmal im Kalender nachgezählt oder nachgeschaut?

Zum Abschluss
18 Was gefällt Ihnen an der Geschichte besonders?
19 Wer war Ihrer Meinung nach schlauer – Pia oder Opa?
20 Glauben Sie, dass Opa öfter solche Scherze macht?

 

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Kleine Mitmachideen

Aprilscherze erfinden

Der 1. April ist ein Tag für kleine Streiche und lustige Einfälle.
Vielleicht haben Sie selbst Lust, einen harmlosen Aprilscherz zu erfinden.
Überlegen Sie gemeinsam:
Welche überraschende Geschichte könnte man jemandem erzählen, damit er kurz staunt oder sich wundert?
Zum Beispiel:
„Im Garten ist heute Morgen ein rosa Hase gesehen worden.“
Oder:
„Im Park steht ein Baum, an dem Schokoladeneier wachsen.“
Vielleicht fallen Ihnen noch andere lustige Ideen ein.
Wichtig ist dabei:
Ein Aprilscherz soll freundlich und harmlos sein. Er soll niemanden erschrecken oder traurig machen, sondern einfach ein kleines Lächeln hervorrufen.
Zum Schluss können Sie gemeinsam überlegen:
Wer aus der Runde wäre wohl besonders gut darin, andere in den April zu schicken?’

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Kleines Rätsel: Der zweiunddreißigste März

Opa behauptet in der Geschichte, heute sei der zweiunddreißigste März.
Pia glaubt ihm zuerst fast. Sie holt den Kalender und beginnt nachzuzählen.
Doch stimmt das überhaupt?
Schauen Sie sich gemeinsam einen Kalender an und überlegen Sie:
• Wie viele Tage hat der Monat März?
• Gibt es einen Monat, der mehr als einunddreißig Tage hat?
• Welcher Monat hat nur achtundzwanzig oder neunundzwanzig Tage?
Vielleicht erinnert sich jemand auch noch an einen kleinen Merkspruch aus der Schulzeit:
„Dreißig Tage hat der September,
April, Juni und November.
Alle andern haben einunddreißig,
außer der Februar allein.“
Und nun die wichtigste Frage:
Warum hat Opa wohl gerade den zweiunddreißigsten März erfunden?
Natürlich weil an diesem Tag der erste April ist und man mit kleinen Scherzen andere in den April schicken darf.

 

Sachtext 1

🌼 Aprilscherze – kleine Streiche mit Tradition

Der 1. April ist seit langer Zeit ein Tag für kleine Streiche und Scherze. An diesem Tag versucht man, andere mit einer erfundenen Geschichte oder einer überraschenden Behauptung hereinzulegen. Wenn jemand auf den Scherz hereinfällt, ruft man lachend: „April, April!“
Schon vor vielen Generationen hatten Menschen Freude an solchen kleinen Täuschungen. Kinder schickten ihre Freunde zum Beispiel los, um etwas zu holen, das es gar nicht gab – etwa eine „Tüte Frühlingswind“ , einen „Beutel Sonnenstrahlen“ oder eine Packung „Owiedum“. Erst wenn der Betreffende zurückkam und nichts gefunden hatte, wurde der Scherz aufgelöst.
Auch Erwachsene machten gern mit. In manchen Orten wurden kleine Nachrichten verbreitet, die sich später als Aprilscherz herausstellten. Zeitungen und Radiosender greifen diese Tradition bis heute auf und veröffentlichen am ersten April manchmal absichtlich ungewöhnliche Meldungen.
Wichtig war dabei immer eines:
Ein guter Aprilscherz sollte harmlos sein und niemandem wehtun. Er sollte einfach nur für ein Lächeln sorgen.
Viele Menschen erinnern sich noch gut daran, wie sie als Kinder versuchten, Eltern oder Geschwister mit einem Aprilscherz hereinzulegen. Manchmal klappte es – und manchmal waren die Erwachsenen schneller und schickten die Kinder selbst „in den April“.
Vielleicht ist das der Grund, warum Aprilscherze bis heute so beliebt sind:
Sie erinnern uns daran, dass man auch im Alltag ein wenig lachen und spielerisch miteinander umgehen darf.
Und genau darum geht es auch in der kleinen Geschichte von Pia und ihrem Opa:
Am Ende zeigt sich, dass Opa den Aprilscherz längst durchschaut hat – und selbst einen kleinen Scherz auf Lager hatte.


Sachtext 2

🌷 Aprilscherze in Schule und Kindheit früher

Für viele Menschen gehören Aprilscherze zu den fröhlichen Erinnerungen an die Schulzeit. Besonders Kinder hatten großen Spaß daran, am 1. April kleine Streiche vorzubereiten.
Manchmal begann der Apriltag schon am Frühstückstisch. Kinder erzählten ihren Eltern eine unglaubliche Geschichte oder behaupteten, draußen liege plötzlich Schnee mitten im Frühling. Wenn die Eltern erstaunt zum Fenster gingen, riefen die Kinder lachend: „April, April!“
Auch in der Schule wurde der erste Apriltag oft mit Spannung erwartet. Manche Schüler versuchten, ihre Lehrer mit kleinen Scherzen hereinzulegen. Andere erzählten ihren Freunden eine erfundene Neuigkeit, die sich erst später als Aprilscherz entpuppte.
Natürlich funktionierten diese Streiche nicht immer. Manchmal merkten die Erwachsenen sofort, was los war, und schickten die Kinder selbst „in den April“. Dann wurde gemeinsam gelacht.
Viele dieser kleinen Streiche waren ganz harmlos und lebten vor allem von der Überraschung. Es ging nicht darum, jemanden zu ärgern, sondern einfach darum, für einen Moment gemeinsam zu lachen.
Vielleicht erinnert sich mancher heute noch daran, wie aufgeregt man als Kind am Morgen des 1. April aufgestanden ist und überlegt hat:
„Wen könnte ich heute wohl in den April schicken?“
Und manchmal stellte sich am Ende heraus, dass die Kinder die viel besseren Ideen für einen Aprilscherz gehabt hatten.
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