Ein ‚Pascha‘ zu Ostern

Ein ‚Pascha‘ zu Ostern

Fröhliche Ostergeschichte für Groß und Klein


Titel + Illustration Älterer Mann sitzt im Sessel, als Pascha verkleidet, mit grimmiger Miene. Im hintergrund seine Familie, kicherndEin echter Pascha kann Verschiedenes sein.

„Manchmal versteckt sich hinter einem Wort mehr als nur eine Bedeutung … und oft auch ein Lachen.“

Was ist eigentlich ein „Pascha“? In dieser heiteren Ostergeschichte sorgt ein scheinbar ernstes Wort für viel Gelächter und am Ende für eine überraschende Entdeckung.
Eine Geschichte über Familie, Humor und alte Ostertraditionen für Senioren und Demenzgruppen, Vorlesesituationen mit Humor, Familien mit Kindern und Gesprächsrunden über früher und heute. Mit Kurzfassung in einfacher Sprache und Fragerunde.

 

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Ein ‚Pascha‘ zu Ostern

„Ohne einen echten Pascha ist Ostern nicht Ostern“, sagt Opa. „Früher hatten wir immer einen.“
„Einen Pascha?“, fragt Oma. „Ich denke, Paschas sind in unseren Zeiten abgeschafft. Hoho! Man stelle sich vor: Opa will ein Pascha sein.“
„Was ist ein Pascha?“, erkundigt sich Pia.
„Ein mächtiger Beamter war das früher. Vor allem in der Türkei und in Ägypten“, erklärt Pit, der in der Schule davon gehört hat. „Aber solche Paschas gibt es dort schon lange nicht mehr.“
„Und energische, strenge Männer, die sich gerne von ihren Frauen bedienen lassen, sollte es auch schon eine Weile nicht mehr geben“, warf Oma ein. „Sie nannte man nämlich auch Pascha. Obwohl“, sie zögerte. „Wenn ich es mir so recht überlege, könnte man manchmal meinen, du bist auch heute noch so etwas wie ein Pascha.“ Sie sah Opa an und grinste. „Neulich zum Beispiel, als du unbedingt …“
„Was redest du da? Ich bin doch kein Pascha!“ Opa ist beleidigt. „Ich befehle dir nicht, mich zu bedienen. Ha! Ich doch nicht.“
„Doch“, ruft Pia, die die Sache mit dem Pascha sehr witzig findet. „Vorhin hast du Oma gefragt, ob deine Schuhe schon geputzt sind und gestern hast du den ganzen Nachmittag am Computer gesessen und Oma hat dir Kaffee und Kuchen und Käsebrote gebracht wie eine Dienerin.“
„A-a-aber das ist doch etwas anderes.“ Opa fängt an zu stammeln. „I-i-ich habe gearbeitet und Oma wollte mich nicht dabei stören.“
„Du hast Schach gespielt und Freunde hast du im Internet bei Twitter getroffen. Ich hab’s genau gesehen. Immer wieder gelacht hast du. Und Oma musste arbeiten. In der Küche.“
„Aber das ist doch …“ Opa verschlägt es die Sprache, und das ist gut so, denn eine passende Antwort fällt ihm da nun gerade nicht ein.
Pia und Pit aber müssen lachen. „Hihi! Opa ist ein Pascha. Hihi.“
Auch Oma grinst. Zu witzig sieht Opa aus, wie er nach Worten ringt.
„Nun ja“, erlöst sie ihn schließlich. „Ich habe euren Großvater freiwillig bedient. Ein echter Pascha würde auch niemals im Haushalt mitarbeiten und …“
„Und was ist dann dein echter Pascha, den man an Ostern braucht?“, fragt Pia, ohne Oma ausreden zu lassen.
„Ei-ei-ne Quarkspeise“, stammelt Opa. „Meine Großmutter hat sie zu Ostern zubereitet. Das Rezept stammt aus Russland wie Großmutter auch und dort ist ‚Pascha‘ so etwas wie eine Ostertradition. Man isst …“
Er kommt nicht weiter, weil nun alle wieder lachen müssen.
So ein Quark aber auch.

© Elke Bräunling

Wer einen „echten“ Pascha ausprobieren, pardon, essen möchte,
der findet hier das Rezept zur Zubereitung: Pascha

Illustration Älterer Mann sitzt im Sessel, als Pascha verkleidet, mit grimmiger Miene. Im hintergrund seine Familie, kichernd

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🌷 Einfache Kurzfassung für Senioren

Ein „Pascha“ zu Ostern

„Ohne einen echten Pascha ist Ostern nicht Ostern“, sagt Opa.
Oma lacht.
„Ein Pascha? So etwas gibt es heute doch nicht mehr.“
Pia fragt: „Was ist ein Pascha?“
Pit erklärt: „Früher war das ein wichtiger Mann.“
Oma meint: „Man nennt auch Männer so, die sich bedienen lassen.“
Pia lacht.
„Dann ist Opa ein Pascha!“
Sie erzählt, wie Opa sich bedienen lässt.
Opa wird verlegen.
„Ich bin doch kein Pascha!“
Alle lachen.
Dann erklärt Opa:
„Ich meine gar keinen Mann.
Ein ‚Pascha‘ ist auch ein Osteressen aus Quark.“
Jetzt lachen alle noch mehr.
„So ein Quark“, sagt Oma.
Und alle sind fröhlich.
© Elke Bräunling

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🌼 Kleine Fragerunde für Senioren

Zum Erinnern an Ostern
1 Gab es bei Ihnen früher besondere Ostergerichte?
2 Erinnern Sie sich an ein typisches Essen zu Ostern?
3 Wurde bei Ihnen gemeinsam gekocht oder gebacken?
Über Essen und Traditionen
4 Gibt es ein Gericht, das Sie mit Ihrer Kindheit verbinden?
5 Haben Sie ein Lieblingsgericht aus früheren Zeiten?
6 Kochen oder backen Sie heute noch gern?
Über Familie und Alltag
7 Wurde bei Ihnen früher im Haushalt gemeinsam geholfen?
8 Wer hat bei Ihnen gekocht?
9 Haben Sie sich manchmal bedienen lassen – oder andere bedient?
Über Humor und Erinnerungen
10 Können Sie über solche Situationen lachen?
11 Erinnern Sie sich an eine lustige Begebenheit in Ihrer Familie?
Zum Abschluss
12 Was hat Ihnen an der Geschichte gefallen?
13 Finden Sie: Humor gehört zu jedem Fest dazu?

 

© Elke Bräunling

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