Opa Fröhlich und der Engel im Schnee
Opa Fröhlich und der Engel im Schnee
Kleine Geschichte für Klein und Groß
„Manche werden nie erwachsen.“
Manche Menschen verlieren nie die Freude am Spielen, Staunen und Lachen. Diese kleine Wintergeschichte erzählt von einem Opa, der sich sein inneres Kind bewahrt hat und von einem Schneeengel, der noch lange davon erzählt.
Mit Kurzfassung in einfacher Sprache und Fragerunde.
Opa Fröhlich und der Engel im Schnee
„Du wirst nie erwachsen!“, sagten schon die Eltern vor vielen, vielen Jahren zu Opa Fröhlich, als der noch ein Kind und später ein junger Mann war. Sie sagten es sehr vorwurfsvoll.
„Willst du eigentlich ewig ‘kind“ bleiben?“, fragten die Freunde von Opa Fröhlich immer wieder einmal. Sie rümpften dabei die Nase.
„WIE ALT, sagten Sie, sind Sie?“, meinte der Chef von Opa Fröhlich mit einem Griesgramgesicht. Er ärgerte sich, weil Opa Fröhlich manchmal zu fröhlich war.
„In deinem Alter sollte man sich endlich etwas gediegener verhalten“, beschwerte sich die alte Tante. Sie war sehr empört über ihren Neffen.
„Warst du eigentlich je erwachsen?“, rief Nachbarin Müllermeier eines Wintertages, als Opa Fröhlich mit den Kindern auf der Straße in einer Schneeballschlacht herumtollte.
„Kindskopf!“, sagte Oma Fröhlich da.
Sie sagte es sehr zärtlich und ihr Lächeln wärmte Opa Fröhlichs Seele. Er winkte Oma Fröhlich fröhlich zu und ließ sich in den Schnee fallen.
Da lag er nun, von funkelnd weißen Sternchen umgeben, ruderte mit den Armen und malte einen Engel in den Schnee.
Der Engel freute sich. Er lächelte Opa Fröhlich noch lange hinterher. Auch später, als Opa Fröhlich längst zu Hause war und versuchte, sich so erwachsen zu benehmen, wie man es von einem Opa erwartet.
Und er lächelt noch immer, der Engel im Schnee …
© Elke Bräunling

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Diese Geschichte findest du in dem Buch:

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Kurzfassung
Opa Fröhlich und der Engel im Schnee
Kurze Fassung in einfacher Sprache
Opa Fröhlich wurde sein ganzes Leben lang dafür kritisiert.
Er sei zu fröhlich, zu verspielt und zu kindlich.
Eltern, Freunde, Nachbarn und sogar der Chef fanden, er müsse sich „endlich erwachsen“ benehmen.
Nur Oma Fröhlich sagte liebevoll:
„Kindskopf.“
An einem Wintertag spielt Opa Fröhlich mit Kindern im Schnee.
Er fällt lachend hin und malt einen Schneeengel.
Der Engel bleibt zurück und lächelt.
Auch Opa Fröhlich lächelt.
Er lächelt noch immer, denn er hat sich eines aufbewahrt: die Freude am Leben.
Die haben viele verloren. Leider.
Doch noch ist nichts verloren, oder?
© Elke Bräunling
Fragerunde
1 Kennen Sie jemanden, der sich seine Fröhlichkeit bis ins Alter bewahrt hat?
2 Durften Sie als Erwachsener noch „kindlich“ sein?
3 Was hat Ihnen als Kind besonders viel Freude gemacht im Schnee?
4 Finden Sie, Erwachsene sollten ernster sein als Kinder? Warum (nicht)?
5 Was hilft Ihnen, sich innerlich jung zu fühlen?
6 Gibt es Momente, in denen Spielen wichtiger ist als Vernunft?
7 Was bedeutet für Sie „erwachsen sein“?
Einen Schnee-Engel kannst auch du in Schnee malen. Das funktioniert ganz einfach. Wie?
So:
Lasse dich mit einem Plumps vorsichtig in frischen Schnee fallen (Vorsicht! Nicht dabei mit den Händen aufstützen!). Nun schiebst du deine beiden ausgestreckten Arme langsam durch den Schnee nach oben, so, dass sich deine Hände über dem Kopf berühren. Und nun schiebst du die Arme vorsichtig wieder nach unten, bis sie parallel zu deinem Körper liegen. Damit malst du die Flügel deines Schnee-Engels. Male diese Flügel noch einige Male – Arme hoch und wieder zurück. Das gleiche machst du mit den Beinen: Beide Beine auseinanderstrecken und wieder zusammenführen, auseinander und zusammen. Spaß macht das! Dann stehst du auf (Und Vorsicht wieder: Nicht mit den Händen aufstützen!) und schaust dir dein Schnee-Engel-Bild an! Nun, erkennst du ihn, den Engel mit den weiten Flügeln?
© Elke Bräunling

