Verliebt in den Morgenstunden

Verliebt in den Morgenstunden

Hundegeschichte zum Schmunzeln


Titel + Illustration Morgendämmerung, Hund weckt Schläferin aufVon einer innigen, aber oft verschmähten Liebe.
Hunde lieben bedingungslos, auch dann, wenn ihre Menschen morgens um fünf Uhr noch gar nicht geküsst werden möchten. Eine augenzwinkernde Geschichte über Hundeliebe, Treue und einen ganz besonderen Morgengruß. Mit einfacher Kurzfassung, Fragerunde und Bewegungsimpulsen.

 

Verliebt in den Morgenstunden

Er kam in den frühen Morgenstunden. Leise. Es war kein Kommen, nein, eher ein Schleichen. Und die Zeit hielt den Atem an. Für einen kurzen Augenblick. Er lauschte, verharrte kurz, dann schlich er weiter auf das Bett zu. Dort schlummerte sie mit einem seligen Lächeln im Gesicht. Nicht mehr lange.
Er schnupperte. Sie duftete süß. Er liebte ihren Geruch. Mehr noch: Er konnte an nichts anderes mehr denken. Warum nur wollte sie diesen Umstand nicht akzeptieren? Warum verschmähte sie seine Liebe?
Er seufzte stumm, doch er konnte nicht verhindern, dass ein leiser Klagelaut seiner Kehle entrann.
Psst! Stille! Verharren.
Er atmete auf. Sie hatte es nicht gehört, lächelte weiter im Schlaf. Konnte er es wagen, noch einen Schritt weiter zu gehen. Und noch einen und noch einen?
Langsam pirschte er sich bis zur Bettkante vor.
Hmmmm! Dieser süße Duft, der sie umgab. Eine köstliche Mischung aus Vanille, Rosenöl und frischer Brötchen. Nein, er konnte nicht widerstehen.
Er stand nun direkt vor ihr … und wurde schwach. Vorsichtig ließ er seine Nase über ihr Gesicht gleiten und hauchte einen zärtlichen Kuss auf ihre Wangen.
Sie seufzte im Schlaf – und er seufzte auch. Ein wenig lauter als beim ersten Mal.
Und wie lieb sie lächelte! Ob sie von ihm träumte? Ganz gewiss. Aber Hallo! Er war doch da. Ganz nah.
Jetzt! Jetzt konnte er sich nicht mehr unter Kontrolle halten. Zart, ganz zart strich er mit der Zunge über ihre Wange. Seine ganze Liebe schenkte er ihr in diesem Augenblick.
Sie seufzte wieder, und er wiederholte seinen feuchten Kuss, verlor die Kontrolle und küsste und küsste und … und dann war sie erwacht.
„Wäh! Hau ab, du Hund! Es ist noch nicht mal fünf Uhr!“
Laut gellte ihre Stimme durch den Raum. „Ab und Platz und Ruhe!“
Er seufzte tief. Wieder verschmähte sie ihn und seine Liebe zu ihr. Er konnte es nicht verstehen. Tief getroffen und ein bisschen gekränkt zog er sich zurück und rollte sich auf seinem Kissen zusammen.
‚Bestimmt hat sie nur schlecht geträumt‘, überlegte er. ‚Ich werde ihr noch eine Chance geben. In fünf Minuten oder so.‘
Bestimmt würde sie dann begreifen. Oder?

© Elke Bräunling

💬 Zum Schmunzeln:
 Hat Ihr Hund Sie auch manchmal so liebevoll geweckt, dass an Weiterschlafen nicht mehr zu denken war? 🐶😊

.

Illustration Morgendämmerung, Hund weckt Schläferin auf

 

Verliebt in den Morgenstunden – Kurzfassung

Einfache Geschichte für Erwachsene über die treue Liebe eines Hundes

Ein Hund liebt sein Frauchen über alles.
Jeden Morgen schleicht er sich leise an ihr Bett.
Er freut sich, sie zu sehen, und möchte ihr seine Liebe zeigen.
Ganz vorsichtig schnuppert er an ihr und gibt ihr einen kleinen Kuss.
Doch dabei wird er immer mutiger.
Schließlich weckt er sein Frauchen mit einem feuchten Hundekuss.
Die Freude ist allerdings nur einseitig.
Sein Frauchen möchte lieber weiterschlafen und schickt ihn zurück auf seinen Platz.
Der Hund versteht das nicht.
Für ihn war sein Morgengruß doch ein Zeichen großer Liebe.
Deshalb beschließt er, es einfach wenig später noch einmal zu versuchen.
© Elke Bräunling

Gesprächs- und Erinnerungsfragen

• Hatten Sie einmal einen Hund?
• Wie hieß Ihr Hund?
• Welche Rasse war es?
• Hat Ihr Hund Sie morgens geweckt?
• Wie hat er gezeigt, dass er Sie lieb hat?
• Durfte Ihr Hund ins Schlafzimmer oder sogar aufs Bett?
• Hat Ihr Hund Sie manchmal mit seiner Zunge abgeschleckt?
• Mussten Sie über Ihren Hund oft lachen?
• Welche lustige Angewohnheit hatte Ihr Hund?
• War Ihr Hund eher ruhig oder verspielt?
• Welche gemeinsamen Erlebnisse sind Ihnen bis heute in Erinnerung geblieben?
• Vermissen Sie Ihren Hund manchmal noch?
• Glauben Sie, dass Hunde die Gefühle ihrer Menschen spüren?
• Warum schenken Hunde ihren Menschen wohl so viel Vertrauen und Liebe?

 

🐾 Kleine Bewegungsimpulse – Leben mit Hund

Den Hund begrüßen
• Heben Sie eine Hand und streicheln Sie einen „unsichtbaren Hund“ sanft über den Kopf.
• Lächeln Sie dabei.
Leine in die Hand
• Greifen Sie mit einer Hand nach einer gedachten Hundeleine.
• Machen Sie ein paar kleine Schritte auf der Stelle.
• Wohin würde Ihr Hund heute am liebsten spazieren gehen?
Stöckchen werfen
• Nehmen Sie einen imaginären Stock in die Hand.
• Holen Sie langsam aus und werfen Sie ihn weit nach vorne.
• Beobachten Sie mit den Augen, wie der Hund hinterherläuft.
Pfötchen geben
• Strecken Sie einem Nachbarn oder einem imaginären Hund die Hand entgegen.
• Drücken Sie sie sanft und sagen Sie: „Brav!“
Hund schüttelt sich
• Lockern Sie Schultern, Arme und Hände.
• Schütteln Sie den Körper ganz leicht aus – so wie ein Hund nach einem Regenschauer.
Großer Hund – kleiner Hund
• Strecken Sie sich einmal ganz groß.
• Danach machen Sie sich klein und rund wie ein zusammengerollter Hund in seinem Körbchen.
Gespräch in Bewegung
Man könnte die Bewegungen auch mit kleinen Fragen verbinden:
• Wie hieß Ihr Hund?
• War er groß oder klein?
• Konnte er Kunststücke?
• Hat er Stöckchen geholt?
• War er wasserscheu oder eine richtige Wasserratte?
• Hat er Sie morgens geweckt?
Hundemomente 🐾
Statt allgemeiner Bewegungsübungen gäbe es immer 3–5 kleine, zum Thema passende Aktionen. Zum Beispiel:
• den Hund streicheln,
• die Leine nehmen,
• ein Leckerli geben,
• Ball oder Stock werfen,
• Pfötchen geben.
🐶💛

 

Pinterestpin