Wenn die Blumen Abschied nehmen

Wenn die Blumen Abschied nehmen

Spätsommergeschichte für Senioren und die ganze Familie


Titel + Illustration Bunte SpätsommerblumenEine stimmungsvolle Spätsommergeschichte für Senioren über die letzten Sommerblumen, goldene Tage und den leise nahenden Herbst – mit Kurzfassung, Fragerunde und Mitmachidee.
 

Wenn die Blumen Abschied nehmen

Es ist ein sonniger Spätsommertag. Ein gelber Tag. Nein, eigentlich ein goldener.
Die Sonne, die nicht mehr ganz so hoch am Himmel steht und auf ihrem Weg durch die Tage immer kleinere Bahnen zieht, überzieht das Land mit einem zarten Schleier, der leicht golden schimmert.
Ein Hauch ist’s nur, der die Luft zum Flirren bringt und das Land fröhlicher, freundlicher, sanfter erscheinen lässt. Golden eben.
„Nun beginnen wieder die goldenen Tage“, sagen die Menschen und sie freuen sich.
Viele sagen auch: „Die Zeit des späten Spätsommers und frühen Frühherbstes ist die schönste Zeit im Jahr. Die friedvollste. Die sanfteste und zugleich farbenprächtigste.“
Andere nicken dann und bestaunen die kräftigen Farben der Astern, Sonnenblumen, Dahlien, Kapuzinerkresseblüten, der Tagetes, Disteln und die der späten Rosen.
Alle Blumen leuchten in sattem Gelb, in Wein- und Rostrot, in tiefen Lila- und Rosatönen. Es ist, als lachten sie der Sonne, die von Tag zu Tag zögerlicher ihre Strahlen vom Himmel schickt, aufmunternd zu. Als dankten sie ihr mit dem prachtvollen Farbenspiel ihrer Blütenkleider für das goldene Spätsommersonnenlicht.
Manchmal, in stillen Momenten in den Mittagsstunden, an denen die Sonne den höchsten Platz am Himmel einnimmt, meint man sie flüstern zu hören. Nein, sie singen und summen ihre Botschaft. Leise, zärtlich, dankend. Ein Lied an die Sonne und an den scheidenden Sommer.
Psst! Du kannst es hören, das Abschiedslied der Sommerblumen.
Manchmal, zur Mittagszeit, im scheidenden Sommer.
Träge schwingt es sich durch die Lüfte und begleitet den Tag in den Abend hinein.
Und während die Sonne weiterzieht, schließen die Knospen ihre Blütenkränze. Sie brauchen ihren Schlaf, um am nächsten Tag in noch kräftigeren Farbtönen dem Sommer ein neues Abschiedslied zu singen … und um sich langsam, ganz langsam in ein Ende – und einen neuen Anfang zugleich – zu verabschieden.

© Elke Bräunling


Diese Geschichte kannst du dir hier anhören. Sie wird erzählt von Regina Meier zu Verl

 

Illustration Bunte Spätsommerblumen


Diese Geschichte findest du in dem Buch:

Buchvorstellung Sommergeschichten
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Wenn die Blumen Abschied nehmen – Kurzfassung für Senioren

Es ist ein sonniger Spätsommertag. Die Sonne steht schon etwas tiefer am Himmel und taucht das Land in ein warmes, goldenes Licht.
„Nun beginnen wieder die goldenen Tage“, sagen die Menschen.
Viele mögen diese Zeit besonders gern.
Es ist noch warm, doch der Herbst kündigt sich bereits leise an.
In den Gärten blühen Astern, Sonnenblumen, Dahlien, Kapuzinerkresse und die letzten Rosen. Gelb, Rot, Lila und Rosa leuchten ihre Blüten in der Spätsommersonne.
Fast sieht es aus, als wollten die Blumen der Sonne noch einmal zeigen, wie schön sie sind.
Wenn es ganz still ist, könnte man meinen, sie flüsterten miteinander.
Vielleicht bedanken sie sich beim Sommer für die warmen Tage und das viele Licht.
Am Abend schließen manche Blumen langsam ihre Blüten. Bald wird der Sommer vorüber sein.
Doch noch ist es nicht so weit.
Noch leuchten die Blumen in der Sonne und schenken uns ihre Farben.
Und während die ersten Samen reifen, tragen sie bereits ein kleines Stück des nächsten Sommers in sich.
© Elke Bräunling

Fragerunde – Erinnerungen an Spätsommer und Blumen

• Mögen Sie den Spätsommer?
• Was ist für Sie das Schönste an dieser Jahreszeit?
• Welche Blumen blühten früher in Ihrem Garten?
• Gab es Dahlien, Astern oder Sonnenblumen?
• Welche Blumen mochten Ihre Eltern oder Großeltern besonders gern?
• Welche Blumenfarbe gefällt Ihnen am besten?
• Haben Sie früher selbst Blumen ausgesät oder gepflanzt?
• Haben Sie Samen für das nächste Jahr gesammelt?
• Wurden Pflanzen und Samen bei Ihnen mit Nachbarn getauscht?
• Welche Blumen erinnern Sie an einen bestimmten Menschen?
• Gibt es einen Blumenduft, den Sie nie vergessen haben?
• Woran merken Sie, dass der Sommer langsam zu Ende geht?
• Freuen Sie sich auf den Herbst oder würden Sie den Sommer lieber noch ein wenig festhalten?

 

Mitmachidee – Samen für den nächsten Sommer

Im Spätsommer tragen viele Blumen bereits ihre Samen. Bei einem kleinen Spaziergang durch den Garten oder die Umgebung kann man gemeinsam danach Ausschau halten.
Vielleicht finden sich Samen von Ringelblumen, Sonnenblumen, Mohn oder anderen bekannten Gartenblumen.
Die Samen können in kleinen Papiertütchen aufbewahrt werden. Darauf schreibt man den Namen der Blume, den Fundort und das Datum. *
Ein Teil kann an anderer Stelle gleich wieder ausgesät werden. Andere Samen warten trocken aufbewahrt bis zum nächsten Frühjahr.
Dabei lässt sich wunderbar erzählen:
Haben Sie früher Blumensamen gesammelt?
Welche Blumen haben Sie selbst ausgesät?
Wurden Samen mit Nachbarn oder Freunden getauscht?
Und vielleicht entsteht daraus sogar ein kleines gemeinsames Vorhaben:
Wir bewahren ein paar Samen auf und säen sie im nächsten Frühjahr aus.
Dann steckt im Abschied vom Sommer schon das Versprechen auf den nächsten.

* Gesammelt werden dürfen Samen natürlich nur dort, wo es erlaubt ist und die Pflanzen häufig vorkommen; geschützte oder unbekannte Wildpflanzen bleiben stehen.

 

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